„Gott ist mir Schutz und Schirm“ – Schulanfangsgottesdienst der Grundschule Mintraching
Mit einem besonderen Schulanfangsgottesdienst starteten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Mintraching am Donnerstag, 17. September 2026, gemeinsam mit ihren Lehrkräften in das neue Schuljahr. Aufgrund der derzeit laufenden Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Mauritius konnte der Gottesdienst nicht in der Kirche gefeiert werden. Stattdessen versammelten sich die Kinder und Lehrkräfte bei bestem Wetter im Freien auf dem Pausenhof der Grundschule. Die Palisaden wurden dabei kurzerhand zum besonderen „Gottesdienstraum“. Unter dem Leitwort „Gott ist mir Schutz und Schirm“ gestaltete Pfarrer Klaus Beck den Gottesdienst. Dabei griff er ein Bild auf, das die Kinder unmittelbar verstehen konnten: den Regenschirm. Am Anfang standen verschiedene Dinge, die gerade zu Beginn eines neuen Schuljahres wie dunkle Wolken über den Kindern stehen können. Schülerinnen und Schüler hielten dazu Wolken mit verschiedenen Aufschriften in die Höhe: „nicht begreifen“, „schlechte Noten“, „viele Hausaufgaben“, „nicht mitspielen dürfen“ und „Angst vor der Schule“. Diese Sorgen und Ängste kennen viele Kinder – gerade dann, wenn ein neues Schuljahr beginnt, eine neue Klasse wartet oder für die Erstklässler überhaupt erst der neue Lebensabschnitt „Schule“ beginnt. Pfarrer Beck erklärte den Kindern, dass Schwierigkeiten und Ängste im Leben nicht einfach verschwinden, nur weil man auf Gott vertraut. Dazu stellte er den Vergleich mit einem Regenschirm an: Wenn es regnet und man einen Schirm aufspannt, dann hört der Regen nicht auf. Man wird aber vom Schirm geschützt und kann trotz des Regens weitergehen. Genauso sei es auch mit den Schwierigkeiten des Lebens, so Pfarrer Beck. Gott nimmt nicht jede Schwierigkeit einfach weg und verhindert nicht, dass es manchmal „regnet“ in unserem Leben. Aber er lässt die Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein. Er ist da und begleitet uns. Gott könne wie ein Schutz und Schirm sein, der den Menschen durch schwierige Situationen hindurch begleitet. Auch die Gestaltung des Gottesdienstes wurde von den Schülerinnen und Schülern aktiv mitgetragen. Die Kyrie-Rufe und die Fürbitten wurden von Kindern der 4. Klassen vorgetragen. Damit übernahmen die ältesten Schülerinnen und Schüler der Grundschule eine besondere Aufgabe und brachten die Anliegen der gesamten Schulgemeinschaft vor Gott. Natürlich durfte auch das gemeinsame Singen nicht fehlen. Die Kinder sangen die Lieder kräftig und mit großer Begeisterung mit. So wurde der Gottesdienst auf dem Pausenhof zu einer lebendigen Feier, bei der die gesamte Schulgemeinschaft miteinander verbunden war. Ein besonderer Moment war schließlich die Segnung der Erstklässler. Für viele von ihnen war es der erste Schulanfang überhaupt – ein neuer Weg mit vielen unbekannten Eindrücken, neuen Mitschülern, Lehrkräften und Herausforderungen. Pfarrer Beck segnete deshalb jedes Erstklasskind einzeln und gab ihm Gottes Segen für den Beginn dieser neuen Lebensphase mit auf den Weg. Im Anschluss erhielten die Erstklässler aus den Händen ihrer Klassleitungen einen besonderen Brief: Bischof Rudolf Voderholzer hatte eigens für die Schulanfänger einen persönlichen Brief zum Beginn ihrer Schulzeit geschrieben. Damit bekamen die Kinder nicht nur den Segen Gottes, sondern auch einen besonderen Gruß des Regensburger Bischofs mit in ihren ersten Schultag und ihr neues Schuljahr. Am Ende des Gottesdienstes richtete Pfarrer Beck seinen Dank an alle, die zur Vorbereitung und Gestaltung der Feier beigetragen hatten. Besonders dankte er den Schülerinnen und Schülern für ihre aufmerksame und sehr disziplinierte Teilnahme. Trotz der ungewohnten Situation unter freiem Himmel hätten die Kinder sehr gut mitgefeiert und sich auf die einzelnen Elemente des Gottesdienstes eingelassen. Mit guten Wünschen für die kommenden Monate verabschiedete Pfarrer Beck die Schulgemeinschaft schließlich in das neue Schuljahr. Allen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften wünschte er ein gutes, erfolgreiches und gesegnetes Schuljahr. Der Schulanfangsgottesdienst unter freiem Himmel machte dabei auf anschauliche Weise deutlich: Auch wenn im neuen Schuljahr nicht immer alles leicht sein wird und vielleicht manche „dunkle Wolke“ auftaucht, müssen die Kinder ihren Weg nicht allein gehen. Gott ist ihnen nahe – als Schutz und Schirm auf ihrem Weg durch das neue Schuljahr.
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